Bernhard Maier
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Nutzgarten

Der Gemüsegarten im Hochbeet

Der Gemüsegarten im Hochbeet

Der Gemüsegarten im Hochbeet

Hochbeete sehen nicht nur schick aus, sie bieten Pflanzen auch in kleinen Gärten, auf Balkonen oder Terrassen beste Bedingungen. Dank ihnen wurde der Anbau von Gemüse wiederbelebt, denn in Hochbeeten hat fast jeder die Möglichkeit auf kleinstem Raum knackiges Gemüse oder duftende Kräuter mit hohen Erträgen anzubauen.

Nicht nur im urbanen Bereich in städtischen Gärten, Hinterhöfen oder bei versiegelter Bodenoberfläche sind Hochbeete unverzichtbar, auch an Standorten mit schlechten Böden oder auf Terrassen und Balkonen. Die Arbeit im Hochbeet ist deutlich rückenfreundlicher als bei klassischen Beeten in Bodenhöhe. Man muss nicht ständig in die Knie gehen, sondern gärtnert bequem im Stehen. Zudem kommt man von allen Seiten gut an das Hochbeet ran, was nicht nur das Jäten und Gießen erleichtert, sondern auch die reiche Ernte. Die Wärme im Hochbeet und das Nährstoffangebot begünstigen nämlich eine schnelle Keimung und gutes Wachstum der Pflanzen. Dadurch hat man dreimal höhere Erträge als im klassischen Beet.

Die richtige Füllung

Durch verschiedene Schichten werden Gemüse oder Kräuter optimal mit Nährstoffen versorgt, zudem entsteht durch die Verrottung des geschichteten Materials Wärme. Ein herkömmliches Hochbeet sollte mit den folgenden Schichten von unten nach oben befüllt werden:

  1. Wühlmausgitter: Damit Wühlmäuse sich nicht in dem Beet einnisten können, empfiehlt es sich am Boden einen engmaschigen Hühnerdraht auszulegen.
  2. Grober Gehölzschnitt: Eine ca. 20 bis 30 cm hohe Schicht aus Ästen und Strauchabfällen dient als Dränage. Sie verhindert Staunässe und sorgt für eine gute Durchlüftung
  3. Feiner Gehölzschnitt wie Laub oder feines Häckselgut von Zweigen und geschredderte Staudenreste. Diese ca. 20 bis 30 cm hohe Schicht bildet eine Art Barriere um das Durchrutschen der oberen Schichten zu verhindern.
  4. Grober Kompost: Eine ca. 20 cm hohe Schicht, die für die Verrottungswärme und Nährstoffe sorgt.
  5. Qualitativ hochwertige Erde wie Anzucht-, Kräuter oder Bioerde
  6. Sogenannte Tischhochbeete, die nicht ganz so viel Volumen haben, können auch lediglich mit Erde wie der …da blüh' ich auf Anzucht- oder Bioerde befüllt werden.

Das ganze Jahr Gemüse genießen

Mit einem passenden Anbauplan kann sich jeder fast das ganze Jahr über mit frischen Gemüse versorgen. Schnell wachsenden Kulturen wie Radieschen, Kohlrabi, Schnitt-, Asia- oder Kopfsalate können schon ab März ins Beet ausgesät werden. Bereits im Mai ist das erste Gemüse erntereif und macht Platz für junge Möhren-, Tomaten-, Zucchini-, Auberginen- oder anderes Gemüsepflanzen, dass erst nach den Eisheiligen Mitte März ins Freie gepflanzt werden darf. Diese Pflanzen benötigen die Wärme im Sommer und bleiben bis August oder September stehen. Danach werden für die Ernte im Herbst und sogar noch im Winter Feldsalat, Spinat und Lauchzwiebeln ausgesät.

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